23. Mai 2024

Rollende Ausbildungsstätte: das Gastromobil am Schulzentrum

Von außen betrachtet schon ein eindrucksvoll großes Gefährt, aber im Innern toppt es jede Erwartung: der multimedial ausgebaute Linienbus „Gastromobil“ ist für Berufsmessen und an Schulen im Einsatz, um Interessenten eine praktische und fundierte Einführung in das Gastgewerbe zu bieten. Gestern und heute parkte das vielbestaunte Mobil vor der Alemannenhalle des Schulzentrums Stetten und bot angehenden Schulabgängern der Gemeinschaftsschule abwechslungsreiche Einblicke in ein kreatives Berufsfeld.

Zu groß selbst für den Weitwinkel: Das Gastromobil enthält viele Stationen.


Martin und Edgar führten die Schüler durch den Bus mit seinen Highlights: Ein Kino, in dem Azubis aus Baden-Württemberg sieben Ausbildungsberufe in Hotellerie und Gastronomie vorstellen, sowie mehrere Erlebnisstationen, die charakteristische Bereiche aus Hotel und Küche anschaulich auf den Punkt bringen. Man kann etwa an der Gewürz-Bar schnuppernd feststellen, dass die mit „Zimt“ etikettierte Dose keinen solchen enthält und damit fehlerhaft gekennzeichnet ist, oder auf einem interaktiven Bildschirm virtuell das Eindecken eines Restauranttisches versuchen. In der Küchenzeile können sich angehende Kreativ-Köche im Zusammenstellen eines Menüs üben, während die „Rezeption“ mit Abläufen beim Einchecken vertraut macht.

Nicht so einfach, wie es aussieht: im Sortiment sind Fehler versteckt.

Sahnehäubchen des Tages: zwei erfahrene Arbeitgeber der Region können den Schülern ihre langjährige Erfahrung in der Führung einer Gaststätte berichten. Yannick Traut, Chef und Küchenchef des Gasthauses Hotel zum Kreuz in Stetten am kalten Markt, kennt sich mit den Tipps und Lifehacks einer Gaststätte in ländlichem Idyll bestens aus, und Küchenmeister Armin Eha vom Restaurant Käppeler Hof in Beuron weiß, wie man es schafft, die Auszeichnung „Top Ferienhof 2023“ zu erhalten.

Das Eindecken eines Tisches in einem Restaurant folgt strengen Regeln.

Die BO-Beauftragte des Schulzentrums Stetten Jessica Zwick möchte Lerngänge wie diesen als dauerhaften Baustein der Berufsorientierung an der Gemeinschaftsschule etablieren: „Hier findet Lernen zum Anfassen statt, was die Entscheidung für oder gegen einen Beruf günstig beeinflusst. Die Schülerinnen und Schüler erleben durch den unvermittelten Kontakt ein erfahrungsbasiertes Wissen, das im Vergleich zum theoretischen Erwerb aus Büchern oder Filmmaterial hochgradig vernetzt wird.“

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