14. Juli 2024

Lerngruppe 6.1 nimmt an GeNIUS-Forschung teil

Digitalisierung im Unterricht ist nicht damit erreicht, dass man Schüler vor Tablets setzt. Vielmehr müssen digitale Arbeitsweisen und algorithmisches Denken eingeübt werden, um zu verstehen, wie ein Computer arbeitet, sowie auch eine Sensibilisierung für die Schlüsselfrage erfolgen muss, welche Erkenntnisse man aus gewonnenen Datenmengen ableiten kann.

Gelingensbedingungen für den Naturwissenschaftlich-Informatischen Unterricht in Schulen – abgekürzt GeNIUS – ist ein Verbundprojekt von FachdidaktikerInnen der Universität Konstanz und der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU), das erforscht, „wie ein naturwissenschaftlich-informatischer Unterricht gestaltet sein sollte, um digitale Kompetenzen bestmöglich zu fördern. In enger Zusammenarbeit mit Schulen werden Lernszenarien in der Praxis erprobt und daraus Best-Practice-Formate für den Unterricht abgeleitet. GeNIUS wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.“, heißt es auf der Webseite der Universität. (https://www.uni-konstanz.de/universitaet/aktuelles-und-medien/aktuelle-meldungen/aktuelles-1/wie-ein-computer-denken-lernen/)

Die Lerngruppe 6.1 und ihre BNT-Lehrerin Annika Löffler haben in Zusammenarbeit mit dem Team der Uni Konstanz, Doktorandin Frau Albicker und Mitarbeiter Niklas Westermann, mittels Einsatz von Calliope Mini-PCs das Wachstum von Kresse unter verschiedenen Lichtverhältnissen technisch untersucht. Über einen Zeitraum von sechs Tagen Anfang Juli wurden die Pflänzchen heller, halbdunkler und dunkler Umgebung ausgesetzt und die Veränderungen mit dem Programm Grafana dokumentiert, bei dem man die Messwerte mitverfolgen kann.

Das Programm Grafana listet differenzierte Messergebnisse des Kresseversuches auf.

Nach Ablauf des Versuchszeitraumes konnten die Daten über die milimetergenaue Entwicklung der Kresse ausgewertet und Schlussfolgerungen angestellt werden, was Wuchshöhe, Bodenfeuchtigkeit, Temperatur und Licht über die Wachstumsprognose aussagen.

Datengestützte Forschung in ähnlichen Settings wird in der Zukunft der Unterrichtgestaltung einen festen Platz einnehmen, da Konzepte informatischer Methodiken nicht nur Erwachsenen, sondern bereits Schülern helfen, naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen zu verstehen.

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