17. Juli 2026

Jung und Alt begegnen sich

Abschluss eines Sozialprojekts in Kooperation zwischen dem Ökumenischen Förderverein Nächstenhilfe Stetten a.k.M. und der Gemeinschaftsschule Stetten a.k.M.

Im Rahmen eines gemeinsamen Treffens in der Gemeinschaftsschule Stetten a.k.M. hielten Melanie Hahn und Manuela Riester von der Vorstandschaft des Ökumenischen Fördervereins Nächstenhilfe zusammen mit Schulkoordinatorin Sarah Birkhofer und den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 7 gemeinsam Rückblick auf die durchgeführten Aktionen im Rahmen des Projekts „Lernen durch Engagement“. Gleichzeitig erhielten die Jugendlichen für die eigenständige Ausarbeitung und Durchführung der zahlreichen Aktionen in den vergangenen Monaten im Zusammenhang mit generationenübergreifenden Begegnungen mit älteren Menschen ihre Teilnahmezertifikate überreicht, die sie für spätere Bewerbungen nutzen können.

Im Zuge der Neuaufstellung des Fördervereins im vergangenen Jahr war schnell klar, dass man sich um eine Kooperation mit der örtlichen Gemeinschaftsschule bemühen wollte. Diese sollte sich am Bildungsplan Baden-Württemberg sowie am Konzept „Lernen durch Engagement“ orientieren, das das Ziel verfolgt, junge Menschen frühzeitig an gesellschaftliche Verantwortung heranzuführen und demokratische Werte praktisch erlebbar zu machen. Gleichzeitig sollte damit der Austausch zwischen den Generationen gestärkt und das soziale Miteinander in der Gemeinde gefördert werden.

So wurde im Schuljahr 2025/2026 erstmals eine Projektrunde mit drei Klassen der Lernstufe 7 durchgeführt. Zunächst gab es einen ersten Besuch des Teams des Fördervereins Nächstenhilfe an der Schule, um die Schülerinnen und Schüler für das Thema Solidarität zu sensibilisieren und ihnen Einblicke in die vielfältige Arbeit des Vereins zu ermöglichen. Zusammen mit den Gemeinschaftskundelehrkräften sowie Schulkoordinatorin Sarah Birkhofer entwickelten die Jugendlichen anschließend in Kleingruppen eigenständige Projektideen für Begegnungen mit älteren Menschen.

So entstanden im Laufe der Umsetzung zahlreiche kreative soziale Angebote, die am Ende zu vielen bereichernden Begegnungen zwischen Jung und Alt führten. So wurden unter anderem ein Spielenachmittag, gemeinsames Kuchenbacken und eine Smartphone-Schulung organisiert. Ausstehend ist noch ein gemeinsamer Nachmittag mit verschiedenen Sportangeboten.

Übereinstimmend berichteten sowohl die Jugendlichen als auch die Senioren, dass am Anfang schon noch eine gewisse Zurückhaltung spürbar war, die sich aber schon nach kurzer Zeit legte. Die beiderseitige Bereitschaft, aufeinander zuzugehen, eröffnete schnell offene Gespräche und Begegnungen auf Augenhöhe, was von beiden Seiten als sehr positiv wahrgenommen wurde.

Eindrücklich in Erinnerung blieb der Vorsitzenden Melanie Hahn, wie beim gemeinsamen Frühstück sich alle rührend um die Senioren bemüht hätten. Aus der Jacke helfen, einen Stuhl anbieten, das Gewünschte mit einem Lächeln servieren – es schien nicht nur den Jungs viel Freude gemacht zu haben.

Bei den Wortmeldungen der Jugendlichen gab es ebenfalls nur positive Rückmeldungen. „Es hat richtig Spaß gemacht“ und „Beim gemeinsamen Waffelbacken konnten wir von den Älteren auch einiges abgucken und lernen.“ Der Blick auf ältere Menschen, der vorher vielleicht noch vom einen oder anderen Vorbehalt geprägt war, hat sich bei vielen Teilnehmern offensichtlich stark zum Positiven verändert.

Dass in Zeiten zunehmender Vereinsamung, hauptsächlich bei älteren Menschen, solche generationenübergreifenden Begegnungen für ein funktionierendes Gemeinwesen elementar wichtig sind, wurde im beiderseitigen Austausch noch einmal deutlich.

Fazit: Am Ende profitieren beide Seiten. Kein Wunder, dass sowohl die Gemeinschaftsschule als auch der Förderverein daran interessiert sind, die erfolgreiche Zusammenarbeit auch in Zukunft fortzusetzen. So wurde für das kommende Schuljahr bereits ein neuer Kooperationsvertrag unterzeichnet. Perspektivisch soll das Projekt weiter ausgebaut und auf zusätzliche Klassenstufen ausgeweitet werden.

Quelle: Karl-Peter Neusch

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